Archiv für Januar 2010

NPD plant weitere Konzerte

Auf ihrer Website beschwert sich die NPD darüber, dass die Barnimer Polizei „rechtsextreme Skinheadkonzerte“ verbietet und verhindert. Gegen die Verbote seien bereits mehrere Klagen bei Gericht eingereicht worden. Außerdem kündigt die NPD weitere Konzertversuche an.
Im Barnim kommen als Veranstaltungsorte der „Alte Dorfkrug“ in Schönow, das Privatgelände des DVU-Funktionärs Klaus Mann in Finowfurt und das NPD-Gelände in Biesenthal in Frage. Am 1. Mai 2009 spielten in Biesenthal die drei Rechtsrockbands „Stargarder Jungs“, „Tätervolk“ und „Exzess“ vor über 100 Nazis. Am 13. Juni 2009 verhinderte ein Großaufgebot der Polizei ein weiteres Konzert. Das Haus, in dem bisher die Biesenthaler Nazikonzerte stattfanden und rechtsextreme Bands proben konnten, ist inzwischen baupolizeilich gesperrt, nachdem die Nazis dort eine tragende Wand eingerissen hatten.

NPD-Gelände soll Wald werden

Die Biesenthaler Stadtverordnetenversammlung hat in ihrer letzten Sitzung eine Änderung des Flächennutzungsplanes beschlossen. Direkt davon betroffen ist das Biesenthaler NPD-Gelände. Die einzige Stimme gegen den Beschluss kam vom NPD-Funktionär Mike Sandow:

„Nr. 12 Mischbaufläche am Erich-Mühsam-Weg (2,2 ha):

Die Fläche des ehemaligen Asylbewerberheimes grenzt ummittelbar an das Gewerbegebiet an der Lanker Straße. Eine Entwicklung von im Mischgebiet zulässigen Wohnnutzungen ist aufgrund der vom Gewerbegebiet ausgehenden Emissionen städtebaulich nicht sinnvoll. Mit weiteren Ansiedlungen von Gewerbebetrieben ist an diesem Standort nicht zu rechnen. Ungenutzte bzw. nur teilweise genutzte Gewerbeflächen stehen zudem in Biesenthal an der Bahnhofstraße zur Verfügung.
Die geplante Neudarstellung als „Fläche für Maßnahmen zum Schutz zur Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft“ soll für den Ausgleich von Eingriffen in Natur und Landschaft in der Stadt Biesenthal bzw. innerhalb des Naturraums Barnim dienen. Da die Fläche unmittelbar an Waldflächen grenzt und innerhalb des Landschaftsschutzgebietes Wandlitz-Biesenthal-Prendener Seengebiet liegt, ist sie als Fläche für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen gut geeignet.“

Ein Abriss der Gebäude und eine anschließende Aufforstung ist allerdings erst einmal nicht zu erwarten. Allerdings werden so die Möglichkeiten für Bau- und Umbaumaßnahmen erheblich eingeschränkt. Außerdem können die oberen Planungsbehörden gegen die beschlossenen Änderungen des Flächennutzungsplans noch Einspruch erheben und Betroffene könnten dagegen klagen.

Thor-Steinar

Auf dem 26. ChaosComputerClub-Kongress wurde der Onlineshop der Neonazimarke „Thor Steinar“ gehackt. Dabei fiel den Hackern auch eine Liste der Thor Steinar-Kunden in die Hand. Auf dieser Liste die im Internet veröffentlicht wurde, finden sich auch die Namen und Adressen von 11 BiesenthalerInnen. Unter ihnen natürlich der örtliche NPD-Funktionär Mike Sandow. Dabei benutzte Mike Sandow eine ganz besondere Mailadresse: reinhard.heydrich@web.de.
Reinhard Heydrich, SS-Obergruppenführer und General der Polizei, war während der Diktatur des Nationalsozialismus als Leiter des Reichssicherheitshauptamts (RSHA) und Stellvertretender Reichsprotektor von Böhmen und Mähren für zahlreiche Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit mitverantwortlich. 1941 wurde er von Hermann Göring mit der so genannten „Endlösung der Judenfrage“ beauftragt und war ab da der eigentliche Organisator des Holocausts. So leitete er am 20. Januar 1942 in Berlin die so genannte „Wannsee-Konferenz“.

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