Archiv für Mai 2010

Aufmarsch abgesagt

Die „Kameradschaft Märkisch Oder Barnim“ (KMOB) hat laut Barnimer Polizei ihren für den 3. Juli in Biesenthal geplanten Aufmarsch wieder abgesagt. Das selbe gilt für Joachimsthal. Bleiben aber immer noch 5 Aufmärsche in nur 6 Wochen. Warum die Nazis nicht mehr in Biesenthal marschieren wollen bleibt unklar. Vielleicht hat die kleine Kameradschaft gemerkt, dass sie sich mit so vielen Aufmärschen übernommen hat. Nicht zu letzt durch die angekündigten Proteste und Blockaden der NazigegnerInnen wird die Angst der KMOB vor einem Desaster und dem damit verbundenen Gesichtsverlust in der Naziszene groß sein.
Viele BiesenthalerInnen werden sich ihren Protest gegen die Naziaufmärsche in der Region nicht nehmen lassen. Einen entsprechenden Aufruf haben viele Vereine und Einzelpersonen aus Biesenthal unterschrieben, unter ihnen der Bürgermeister und viele Stadtverordnete.
Am 29. Mai will die KMOB ab 12 Uhr vom Bernauer Bahnhofsvorplatz marschieren. Die antifaschistischen Proteste und Blockaden beginnen bereits um 10 Uhr. Mehrere Gegenkundgebungen sind angemeldet. Weitere Informationen dazu finden sich unter www.brandenburg-nazifrei.de. Treffpunkt für eine gemeinsame Anreise der Biesenthaler NazigegnerInnen ist um 9:30 Uhr am Biesenthaler Bahnhof.

Bandproberaum auf Nazigelände?

SpaziergängerInnen haben uns mitgeteilt, dass am Sonntag dem 9. Mai auf dem Gelände der Devasta GmbH in der Erich-Mühsam-Straße sehr deutlich eine elektrisch verstärkte Bassguitarre zu hören war.
Im Prozeß gegen Gesine Hennrich am Amtsgericht Bernau war bekannt geworden, dass die lokale Naziband „Preussenfront“ um das Schönower DVU-Mitglied Kai Hasselmann einen Bandproberaum auf dem Devasta-Gelände hatte. Allerdings befand sich dieser in dem inzwischen baupolizeilich gesperrten Gebäude. Denkbar ist natürlich, dass die Naziband mit ihrem Proberaum einfach in eines der anderen beiden Häuser gezogen ist. Das würde bedeuten, dass das Gelände auch nach dem Austritt des Devasta-Geschäftsführers Mike Sandow aus der NPD noch für die örtliche Naziszene zur Verfügung steht.