Archiv Seite 3

150 Menschen blockieren Nazigelände

Kundgebung Biesenthal 17.12.2011
Am 17.12. hatte die NPD zu einer Sonnenwendfeier auf das Biesenthaler Nazigelände im Erich-Mühsam-Weg geladen. Doch Biesenthal bleibt für die Nazis ein schwieriges Pflaster. 150 AntifaschistInnen aus Biesenthal und Umgebung mit Unterstützung aus Berlin, Strausberg und Frankfurt/Oder fanden sich zu einer Kundgebung auf dem Zufahrtsweg zum Nazigelände ein. Unter den DemonstrantInnen waren auch der Bürgermeister, mehrere Stadtverordnete, Landtags- und Bundestagsabgeordnete. Durch die Kundgebung war die Zufahrt zum Nazigelände blockiert. Biesenthal hat damit noch einmal ein deutliches Zeichen gesetzt: Nazis sind hier nicht erwünscht!
Einige Nazis sind wohl auf das Privatgelände des NPD-Funktionärs Klaus Mann in Finowfurt ausgewichen. Vielleicht gelingt es ja beim nächsten mal auch dort den Veranstaltungsort mit einer Kundgebung zu verhindern.

1. MOZ-Artikel mit Foto
2. MOZ-Artikel mit Foto
PNN-Artikel

Last News zur Kundgebung am 17.12.

Inzwischen wurde die Kundgebung in Biesenthal in der Märkischen Oderzeitung angekündigt.

Es ist durchaus denkbar, dass die Nazis ihre Sonnenwendfeier nach Finowfurt auf das Grundstück des NPD-Funktionärs Klaus Mann verlegen. Das war in letzter Zeit immer wieder der Ausweichort für Biesenthal. So wurde dieses Jahr der Preussentag der NPD nach Finowfurt verlegt (www.inforiot.de). Es gibt Überlegungen, sobald wir von einem Ausweichen nach Finowfurt erfahren, dort eine Spontankundgebung anzumelden und dann von Biesenthal dorthin zu fahren.
Aber bitte unbedingt erst nach Biesenthal zur Kundgebung kommen, denn es wird sich sicherlich erst im Laufe des Nachmittags herausstellen, wo die Nazis nun auftauchen werden.

Bitte denkt daran, dass es bei diesem Wetter kalt wird, wenn wir länger ausharren müssen. Deswegen unbedingt warm anziehen. Wir spielen laute Musik zum warmtanzen und es wird leckeres warmes Essen bei der Kundgebung geben. Am besten bringt ihr von zu Hause noch Heißgetränke mit (aber nix Alkoholisches, das hat die Polizei auf der Kundgebung verboten).

Anreise: Für diejenigen die nicht mit dem Auto anreisen werden, gibt es verschiedene Möglichkeiten:
1. Vom Bernauer Bahnhof (erreichbar mit S-Bahn, Regional- und Fernverkehr) fährt die Buslinie 903 um 12:20 Uhr und ist um 12:50 an der Haltestelle Biesenthal Ambulatorium. Von dort ist es etwa ein Fußweg von 15 min, einfach in Fahrtrichtung auf der Lanker Straße bis zum Ortsausgang gehen. Dort befindet sich die Einfahrt zur Erich-Mühsam-Straße und der Kundgebungsort. Die selbe Buslinie fährt auch zwei Stunden später, also um 14:40 ab Bernau.
2. Die Ostdeutsche Eisenbahn fährt von Berlin-Lichtenberg über Berlin-Hohenschönhausen, Bernau und Rüdnitz nach Biesenthal. In der anderen Richtung geht es von Eberswalde über Melchow. Allerdings liegt der Bahnhof genau am anderen Ende der Stadt, so dass es zu Fuß eine Stunde dauert um bis zum Kundgebungsort zu gelangen. Deswegen werden wir vom Biesenthaler Bahnhof für folgende Züge Shuttle anbieten:
Lichtenberg ab 12:44 Uhr
Hohenschönhausen ab 12:52 Uhr
Bernau ab 13:05 Uhr
Rüdnitz ab 13:09 Uhr
Biesenthal an 13:13 Uhr

Eberswalde ab 13:32 Uhr
Melchow ab 13:39 Uhr
Biesenthal an 13:41 Uhr

Lichtenberg ab 13:44 Uhr
Hohenschönhausen ab 13:52 Uhr
Bernau ab 14:05 Uhr
Rüdnitz ab 14:09 Uhr
Biesenthal an 14:13 Uhr

3. Mit dem Fahrrad dauert die Fahrt vom Bahnhof Biesenthal bis zur Kundgebung 15-20 min, einfach immer geradeaus über die Bahnhofstraße, August-Bebel-Straße, Breite Straße und Lanker Straße.
Vom Bernauer Bahnhof dauert die Fahrt ca. 45 min, einfach dem Radweg Berlin-Usedom bis nach Biesenthal folgen, dort am Marktplatz links abiegen und dann immer gerade aus.

17.12. Unterstützer der Kundgebung

Bisher unterstützen die folgenden Organisationen und Netzwerke die Kundgebung am 17.12.:

Bernauer Netzwerk für Toleranz und Weltoffenheit
Bündnis 90/Die Grünen – Kreisverband Barnim
DIE LINKE. Kreisverband Barnim
Linksjugend [’solid] Barnim
Lokale Agenda 21 Biesenthal
Utopia e.V. Frankfurt/Oder

Bunter Straßentanz statt braune Sonnenwendfeier!

Kundgebung am Samstag, 17.12.2011 um 14 Uhr vor dem Nazigelände (Ecke Erich-Mühsam-Weg/Lanker Straße)

Am 17. Dezember wollen die NPD und sogenannte „Freie Kräfte“ in Biesenthal eine Sonnenwendfeier zelebrieren.
Unter dem Motto „BUNT STATT BRAUN!“ laden wir alle ein, die geplante Naziveranstaltung zu verhindern.

Bereits seit einigen Jahren nutzt die NPD ein ehemaliges Stasigelände und späteres Flüchtlingswohnheim. Immer wieder fanden dort Konzerte, Camps, Schulungen, Parteiveranstaltungen und Partys statt. In Biesenthal selber bekommen die Menschen wenig von diesem Treiben mit, denn das Gelände liegt abgelegen zwischen einem kleinen Gewerbegebiet und dem Wald. Einige größere Veranstaltungen wurden in der Vergangenheit von der Polizei verhindert und der geplante Aufbau eines NPD-Schulungszentrum gestoppt. Eines von drei Gebäuden wurde baupolizeilich gesperrt und auch sonst gibt es kein Baurecht mehr für das Gelände, im Flächennutzungsplan ist es inzwischen als Grünland ausgewiesen. Und trotzdem bleibt das Gelände ein wichtiger Anlaufpunkt für die NPD und die Naziszene in der Region.

Das muss ein Ende haben! In Biesenthal ist kein Platz für Nazis und ihre menschenverachtende Ideologien!

BIESENTHAL ZEIGT GESICHT!
Wir werden am 17. Dezember um 14 Uhr an der Lanker Str. Ecke Erich-Mühsam-Weg in Bewegung sein. Mit einer bunten und lebendigen Kundgebung werden wir ein deutliches Zeichen setzen!
Kommt alle und tanzt mit – gegen Kälte und Rassismus!

bunt statt braun! – Biesenthal

Flyer (pdf)
Mehr Infos rund um das Biesenthaler Nazigelände: http://biesenthal.blogsport.de/
Wer sich in die Vorbereitungen einklinken will oder noch weitere Infos braucht, schreibt einfach an biesenthal-frei@gmx.de.
Die Lanker Straße auf OpenStreetMap.

NPD hält an Biesenthal fest

Auf einer Informationsveranstaltung am 22. September im Kulturbahnhof ging es im Rahmen der „Antifaschistischen Informationswochen“ um die Naziszene im Barnim. Dabei wurde deutlich das es zur Zeit keine organisierte Kameradschaft im Barnim gibt und die aktiven DVUler im Rahmen der Parteifusion zur NPD gegenganen sind. Obwohl die NPD dadurch als Sammelbecken für Kameradschaftler und DVUler fungiert, bleibt die Partei im Barnim schwach. Nur wenige bringen sich aktiv ein. Ob die NPD in Biesenthal nach dem Austritt von Mike Sandow überhaupt noch ein Mitgleid hat ist unklar, aktiv ist zumindest niemand.
Doch die NPD hält an ihrem Objekt in der Erich-Mühsam-Straße fest. Im letzten Jahr fand dort ein Camp der neonazistischen „Gemeinschaft deutscher Frauen“ (GDF) statt. Die GDF ist eine bundesweite der NPD nahestehende Frauenorganisation. Auch kleinere Veranstaltungen und Schulungen scheinen auf dem Objekt weiter stattzufinden. So soll es jeden ersten Freitag einen NPD-Stammtisch stattfinden.
In Biesenthal selber ist von dem Treiben auf dem NPD-Gelände nichts spürbar. So erklärt sich wohl das auf der Informationsveranstaltung von den 22 TeilnehmerInnen nur 6 aus Biesenthal kamen.

Auf der Veranstaltung wurde auch eine neue Broschüre über die Barnimer Naziszene vorgestellt. Diese kann hier heruntergeladen werden.